Doch wir wollten eben den Kopf nicht in den Sand stecken und suchten wieder voller Tatendrang nach Ideen und besonderen Höhepunkten für unsere Gäste.
Als dann spontan die Bavarian Blues Brothers (oder hießen sie da schon Bavarian Blues Bandits?) Ihre Teilnahme als Mitternachtsüberraschung zusagten, ließ dies doch unsere Herzen vor Freude höher hüpfen. Welch ein Spektakel!
So wurde gleich auch ersonnen mit eben solchen Brillen auch unsere Gäste zu überraschen und ein wenig in dieses Spektakel mit einzubinden, soweit ich mich recht erinnere stammte diese Idee auch von demjenigen AK-Mitglied, der auch den ursprünglichen Anstoß zu dem Ball an sich gegeben hatte. So wurden zum Einlass an jeden Gast eine Sonnenbrille verteilt mit dem Hinweis diese gut aufzubewahren, denn um Mitternacht werde sie gebraucht. Fragenden Blicken oder auch sogar direkten Nachfragen widerstanden wir beharrlich und standhaft. Kein Hinweis zur Überraschung kam über unsere versiegelten Lippen.
Als dann um Mitternacht alle Gäste gebeten wurden zusammen mit ihren Sonnenbrillen nach vorne zur Bühne zu kommen und dort dann die Brillen auch bitte aufzusetzen, kamen unsere Gäste diesem zuerst sehr zögerlich nach. Was glaubten Sie nur, was wir ihnen antun wollten? Aber dann siegte doch der Herdentrieb und (fast) alle Gäste drängten sich vor der Bühne.
Tja, und dann geschah etwas, was das Alte Königliche Kurhaus ich glaube in dieser Form bis zum diesem Tag noch nie und seitdem auch nicht wieder erlebt hat und erleben durfte.
Rock and Roll vom Allerfeinsten!! Die Jungs fegten eine sagenhafte halbe Stunde über die Bühne und brachten innerhalb kürzerster Zeit den Kaiser Maximilian Saal zum kochen. Es war ein Erlebnis der besonderen Art.
Zugegeben, für diese Halbe Stunde ging das grundsätzliche Thema „Ball“ etwas verloren und auch einigen Gästen war es zu laut und sie verließen tatsächlich den Saal. Ich möchte mich hier auch noch bei diesen Gästen entschuldigen, wir vom AK waren selbst ein wenig überrascht, denn mit diesem Musikalischen Feuerwerk hatten auch wir nicht gerechnet. Aber nichts desto trotz haben wir es genossen. Und die meisten unserer Gäste taten dies auch.
Gleichzeitig war dieses Ereignis auch die Geburtstunde des Frühlingsballes der Generationen.
Zuerst waren wir doch etwas besorgt, ob es nicht doch für unsere Senioren im Kreise der Gäste zu heftig gewesen war. Aber nein. Diese Befürchtung erwies sich als vollkommen unbegründet und als wir dann nach einem Jahr Pause zum Frühlingsball 2001 einluden, spannte sich der Rahmen der Gäste tatsächlich von 16 bis über 80-jährige die gemeinsam Spaß hatten, tanzten und einen bezaubernden Ball der Generationen erlebten.




